Grüne Landzunge mit Steilklippen über dem Meer an der Westküste der Isle of Skye
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Isle of Skye: Portree, Old Man of Storr und Quiraing

Felsnadeln, Abbruchkanten und die schroffen Cuillin: was Sie auf der bekanntesten Insel Schottlands sehen sollten, wie Sie hinkommen und wie Sie dem größten Andrang ausweichen.

Von der Redaktion Schottland in Bildern · Stand 27. Oktober 2026

Kaum eine Region prägt das Bild von Schottland so stark wie die Isle of Skye. Felsnadeln, grüne Abbruchkanten über dem Meer, Leuchttürme auf schmalen Landzungen und die dunklen Gipfel der Cuillin machen die Insel zu einem Lieblingsziel von Wanderern und Fotografen. Das hat seinen Preis: In der Hauptsaison sind Straßen, Parkplätze und Unterkünfte stark gefragt. Mit etwas Planung lässt sich die Insel trotzdem in Ruhe genießen.

Anreise und Orientierung

Skye ist die größte Insel der Inneren Hebriden und zieht sich rund 80 Kilometer von Süd nach Nord. Die meisten Reisenden kommen über die Skye Bridge bei Kyle of Lochalsh, die Straße von Inverness oder vom Eilean Donan Castle führt direkt dorthin. Von Süden her ist die Fähre von Mallaig nach Armadale eine schöne Alternative, wenn Sie über Glencoe und die Road to the Isles anreisen. Im Sommer verkehrt außerdem eine kleine Fähre zwischen Glenelg und Kylerhea.

Hauptort ist Portree mit seinem Hafen, dessen bunte Häuserzeile zu den bekanntesten Ansichten der Insel gehört. Hier finden Sie Supermärkte, Tankstellen und die meisten Restaurants. Die Insel gliedert sich in mehrere Halbinseln, die wie Finger ins Meer ragen. Für Besucher am wichtigsten sind Trotternish im Norden, Duirinish und Waternish im Westen und die Cuillin mit Sleat im Süden.

Trotternish: Storr, Kilt Rock und Quiraing

Die Halbinsel nördlich von Portree hat eine Rundstraße, an der sich die bekanntesten Ziele aufreihen. Ihre Landschaft entstand durch gewaltige Erdrutsche: Lava legte sich einst über weichere Gesteine, die unter der Last nachgaben. So entstanden steile Abbruchkanten und einzeln stehende Felsen.

Der Old Man of Storr ist eine solche Felsnadel unterhalb einer Klippe. Vom Parkplatz an der Straße führt ein gut ausgebauter, stetig ansteigender Weg hinauf. Oben öffnet sich der Blick über die Felsen hinweg auf die Seen und die Insel Raasay. Der Ort liegt nach Osten ausgerichtet, das Licht ist deshalb zum Sonnenaufgang am schönsten.

Weiter nördlich stürzt der Mealt-Wasserfall neben der gestreiften Felswand des Kilt Rock direkt ins Meer. Vom Aussichtspunkt sind beide in wenigen Schritten zu sehen.

Der Quiraing im Norden der Halbinsel ist ein Labyrinth aus Felstürmen, Plateaus und Senken. Eine schmale Bergstraße führt von Staffin hinauf zu einem Parkplatz, von dem ein Rundweg startet. Schon die ersten Meter bieten den bekannten Blick entlang der Abbruchkante. Der Weg verläuft stellenweise an steilen Hängen und ist bei Sturm unangenehm.

In der Nähe von Uig liegt der Fairy Glen, ein kleines Tal mit kegelförmigen Grashügeln. Bitte bauen Sie dort keine Steinkreise oder Steinmännchen, die Grundbesitzer bitten seit Jahren darum.

Westen: Neist Point und Dunvegan

Ganz im Westen ragt Neist Point mit seinem Leuchtturm ins Meer. Der Weg vom Parkplatz hinunter ist kurz, aber steil, schon von der Klippe oberhalb haben Sie den klassischen Blick auf die Landzunge. Weil die Sonne hier über dem Meer untergeht, ist der Abend die beste Zeit. Im Sommer lassen sich vor der Küste gelegentlich Wale und Delfine beobachten.

Dunvegan Castle am gleichnamigen Loch ist seit Jahrhunderten Sitz der Clanchefs der MacLeods und mit seinen Gärten zu besichtigen. Von Dunvegan aus fahren in der Saison kleine Boote zu Seehundkolonien in der Bucht.

Süden: Cuillin, Fairy Pools und Elgol

Die Cuillin sind das wildeste Gebirge der Britischen Inseln. Die Black Cuillin aus dunklem Gabbro bilden einen scharfen Grat mit Gipfeln knapp unter 1.000 Metern, ihre Überschreitung gilt als eine der anspruchsvollsten Bergtouren Großbritanniens und ist nur etwas für erfahrene Kletterer. Die Red Cuillin daneben sind runder und heller.

Am Fuß der Black Cuillin liegen im Glen Brittle die Fairy Pools, eine Folge kleiner Wasserfälle mit klaren, blaugrünen Becken. Der Weg vom Parkplatz ist leicht und dauert etwa eine halbe Stunde pro Richtung. Einen der schönsten Blicke auf die Cuillin bietet der Ort Elgol am Ende einer Stichstraße. Von dort fahren Boote nach Loch Coruisk, einem See mitten im Gebirge.

Fotospots und beste Zeiten

  • Old Man of Storr zum Sonnenaufgang, wenn das erste Licht die Felsen trifft.
  • Quiraing am frühen Morgen oder am späten Nachmittag mit Streiflicht entlang der Kante.
  • Neist Point zum Sonnenuntergang über dem Meer.
  • Portree Harbour zur blauen Stunde mit den beleuchteten Häusern.
  • Elgol am Abend mit Blick über das Wasser auf die Cuillin.
  • Sligachan mit der alten Steinbrücke vor den Bergen, bei jedem Wetter ein dankbares Motiv.

Praktische Hinweise

Die meisten Straßen außerhalb der Hauptachse sind einspurig mit Ausweichbuchten. Halten Sie nicht in den Ausweichstellen, um zu fotografieren, und lassen Sie schnellere Fahrzeuge vorbei. An den bekannten Sehenswürdigkeiten sind die Parkplätze inzwischen meist bewirtschaftet und kosten Gebühren, Parken am Straßenrand ist dort oft verboten.

Im Sommer sind die Unterkünfte auf der Insel knapp. Buchen Sie für Juni bis August möglichst mehrere Monate im Voraus oder übernachten Sie auf dem Festland bei Kyle of Lochalsh. Von Ende Mai bis September können an windstillen Tagen die Midges lästig werden, kleine Stechmücken, gegen die ein Kopfnetz und Mückenschutz helfen.

Drei Tage sind für Skye ein guter Richtwert: einer für Trotternish, einer für den Westen und einer für die Cuillin und den Süden. Wer weiterfährt, erreicht über die Fähre ab Armadale schnell Glencoe und Fort William oder über die Brücke die zentralen Highlands.

Häufige Fragen

Fragen und Antworten

Wie kommt man auf die Isle of Skye?

Am einfachsten über die Skye Bridge bei Kyle of Lochalsh, die seit 2004 mautfrei befahren werden kann. Alternativ fährt eine Autofähre von Mallaig nach Armadale im Süden der Insel, was sich mit der Strecke über Glencoe und Fort William gut verbinden lässt. Ohne Auto erreichen Sie Skye mit Fernbussen ab Glasgow, Fort William oder Inverness.

Wie lange dauert die Wanderung zum Old Man of Storr?

Für Hin- und Rückweg vom Parkplatz an der Straße bis zur Felsnadel sollten Sie etwa zwei Stunden einplanen, mit Fotopausen mehr. Der Weg ist ausgebaut, aber stetig ansteigend und bei Nässe rutschig. Wer zum Sonnenaufgang oben sein will, startet entsprechend früh und nimmt eine Stirnlampe mit.

Ist Skye im Sommer überlaufen?

An den bekannten Spots wie Storr, Quiraing und Fairy Pools kann es zwischen Juni und August mittags sehr voll werden, auch die Parkplätze sind dann knapp. Wer früh morgens oder am Abend unterwegs ist, erlebt dieselben Orte deutlich ruhiger. Frühling und Herbst sind insgesamt entspannter.

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