Edinburgh Castle auf dem Felsen über der Stadt bei leicht bewölktem Himmel
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Edinburgh: Sehenswertes und Fotospots

Burg auf dem Vulkanfelsen, mittelalterliche Gassen und georgianische Straßenzüge: wie Sie die Hauptstadt in zwei bis drei Tagen erleben und wo die besten Aussichtspunkte liegen.

Von der Redaktion Schottland in Bildern · Stand 27. Oktober 2026

Edinburgh ist für die meisten Schottlandreisen der Ausgangspunkt, und das zu Recht. Kaum eine Stadt in Europa hat eine so markante Silhouette: Die Burg thront auf einem erloschenen Vulkanschlot, darunter zieht sich die Altstadt einen Felsrücken hinab, und gegenüber liegt die planmäßig angelegte New Town. Für Fotografen ist die Stadt ein Glücksfall, weil die Hügel mitten in der Stadt stehen und jede Tageszeit ein anderes Bild liefert.

Old Town: Burg, Royal Mile und Holyrood

Der Rundgang beginnt fast immer an Edinburgh Castle. Die Burg auf dem Castle Rock war über Jahrhunderte Festung, Königssitz und Garnison. Heute lohnen vor allem die Ausblicke von den Mauern, die schottischen Kronjuwelen und die kleine St Margaret’s Chapel, das älteste erhaltene Gebäude der Stadt. Planen Sie zwei bis drei Stunden ein und kommen Sie früh, denn vormittags wird es an der Kasse schnell voll.

Von der Burg führt die Royal Mile bergab. Sie ist keine einzelne Straße, sondern eine Folge von Straßenabschnitten bis zum Palace of Holyroodhouse, der offiziellen Residenz des britischen Monarchen in Schottland. Unterwegs liegen die St Giles’ Cathedral mit ihrer Krone aus Stein, zahlreiche Museen und die schmalen Gassen, die hier Closes und Wynds heißen. Viele davon führen steil hinunter und geben überraschende Blicke auf die New Town frei.

Südlich der Burg liegt der Grassmarket, ein früherer Marktplatz mit Pubs, und die geschwungene Victoria Street mit ihren bunten Fassaden. Sie gehört zu den meistfotografierten Straßen der Stadt und wirkt am schönsten, wenn sie noch leer ist.

New Town: georgianische Planstadt

Nördlich des Tals, in dem heute die Princes Street Gardens und der Bahnhof Waverley liegen, entstand ab dem späten 18. Jahrhundert die New Town. Breite Straßen, Plätze und einheitliche Fassaden aus Sandstein stehen im bewussten Gegensatz zur engen Altstadt. Die Princes Street ist die Haupteinkaufsstraße, ruhiger und eleganter sind George Street, Charlotte Square und die halbrunden Straßenzüge weiter nördlich.

Ein Blickfang ist das Scott Monument, ein neugotischer Turm zu Ehren des Schriftstellers Walter Scott, der über eine enge Wendeltreppe bestiegen werden kann. Vom Gartenweg darunter haben Sie einen der schönsten Blicke auf die Burg.

Aussichtspunkte: Calton Hill und Arthur’s Seat

Calton Hill am Ostende der Princes Street ist in wenigen Minuten erreicht und belohnt mit dem bekanntesten Stadtpanorama: Altstadt, Burg, der Uhrturm des Balmoral Hotels und dahinter die Hügel. Auf dem Hügel stehen mehrere Denkmäler, darunter das unvollendete National Monument mit seinen Säulen und das runde Dugald Stewart Monument, das als Vordergrund für Fotos beliebt ist.

Arthur’s Seat im Holyrood Park ist mit 251 Metern der höchste Punkt der Stadt. Der Aufstieg dauert je nach Weg etwa 45 Minuten bis eine Stunde, der Gipfel ist felsig und oft windig. Von oben reicht der Blick über die ganze Stadt bis zum Firth of Forth und an klaren Tagen weit darüber hinaus. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, nach Regen sind die Felsen rutschig.

Fotospots in Edinburgh

  • Calton Hill zum Sonnenaufgang oder in der blauen Stunde, wenn die Stadt beleuchtet ist.
  • Victoria Street früh am Morgen, bevor Lieferverkehr und Besucher kommen.
  • Princes Street Gardens mit der Burg über den Bäumen, besonders im Herbstlaub.
  • Dean Village, ein früheres Mühlendorf am Water of Leith, nur einen kurzen Spaziergang von der New Town entfernt. Die Häuser am Fluss wirken bei weichem Licht am besten.
  • Circus Lane in Stockbridge, eine geschwungene Gasse mit Blumen vor den Häusern.
  • Arthur’s Seat für den großen Überblick, ideal am späten Nachmittag.

Bitte denken Sie daran, dass in Dean Village und Circus Lane Menschen wohnen. Fotografieren Sie leise, bleiben Sie auf dem Gehweg und lassen Sie Hauseingänge frei.

Festivals und Jahreszeiten

Im August verwandelt sich Edinburgh in eine Festivalstadt. Das Edinburgh Festival Fringe gilt als eines der größten Kulturfestivals der Welt, dazu kommen das Edinburgh International Festival und das Royal Edinburgh Military Tattoo auf der Esplanade vor der Burg. Unterkünfte sollten Sie für diese Zeit sehr früh buchen. Zum Jahreswechsel feiert die Stadt Hogmanay mit einem großen Straßenfest.

Wer Ruhe sucht und bessere Preise, kommt im Frühling oder Herbst. Im Winter sind die Tage kurz, dafür steht die Sonne den ganzen Tag tief, was für Fotos über den Dächern ein schönes Streiflicht ergibt.

Anreise und Fortbewegung

Der Flughafen Edinburgh liegt westlich der Stadt und ist per Tram und Bus mit dem Zentrum verbunden. Züge aus London und dem Rest Schottlands kommen am Bahnhof Waverley mitten in der Stadt an. Innerhalb des Zentrums ist alles Wichtige zu Fuß erreichbar, für weitere Wege gibt es ein dichtes Busnetz und die Tram. Ein Mietwagen ist in der Stadt eher hinderlich, holen Sie ihn am besten erst ab, wenn Sie Richtung Highlands aufbrechen.

Edinburgh als Ausgangspunkt

Von Edinburgh aus lassen sich Tagesausflüge in die Scottish Borders mit ihren Abteiruinen, an die Küste von East Lothian oder nach Stirling unternehmen. Wer weiter in den Norden will, erreicht über Perth und die A9 die Highlands und den Cairngorms-Nationalpark in wenigen Stunden. Wie Sie die Etappen danach sinnvoll verbinden, zeigt die Übersicht der Regionen.

Häufige Fragen

Fragen und Antworten

Wie viele Tage braucht man für Edinburgh?

Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten reichen zwei volle Tage: einer für Burg, Royal Mile und Holyrood, einer für New Town, Calton Hill, Dean Village und Arthur's Seat. Mit einem dritten Tag bleibt Zeit für Museen, Leith am Hafen oder einen Ausflug an die Küste.

Wo hat man den besten Blick über Edinburgh?

Der klassische Postkartenblick über die Altstadt und die Princes Street entsteht auf Calton Hill, der in wenigen Minuten vom Ostende der Princes Street erreichbar ist. Den weitesten Rundblick bis zum Firth of Forth hat man vom Gipfel des Arthur's Seat im Holyrood Park, für den Sie etwa eine Stunde Aufstieg einplanen sollten.

Wann ist Edinburgh besonders voll?

Im August finden mehrere große Festivals gleichzeitig statt, darunter das Edinburgh Festival Fringe. Die Stadt ist dann lebendig, Unterkünfte sind aber knapp und teuer. Auch rund um Hogmanay, das schottische Neujahrsfest, ist viel los. Ruhiger und günstiger sind Frühling und Herbst.

Kopfbild: Unsplash (Unsplash-Lizenz). Weitere Angaben unter Über dieses Portal.